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Fanfarenzug

 

 

Als der Rat der Narrenzunft Bad Dürrheim 1968 den Aufbau eines Fanfarenzuges beschloß, konnte er sich für den Start des Ensemble Walter Bächlers zunutze machen. Walter Bächler, musikalisch begabt und fasnetnärrisch, hatte schon zuvor alljährlich zur hohen Zeit in Eigeninitiative ein Häuflein so genannter Profi- und Hobbymusikanten unkonventionell um sich geschart. Ab schmotzige Dunschdig, zum Wecken in aller Frühe, waren sie während der ganzen Fasnet unüberhörbar. Folgerichtig führte Walter Bächler den Vorsitz, als der Narrenrat für den 16. November 1968 zur konstituierenden Sitzung rief.

20 anwesende Bläser und Trommler erklärten spontan ihre Bereitschaft, bei der Reglementierung ihres Beitrags zur Dieremer Fasnet mitzuwirken. Leiter der neu gegründeten Zunftgruppe wurde der damalige Narrenrat Herbert Elsäßer, die musikalische Leitung und Betreuung übernahm Albin Zecha. Mehr geduldet als willkommen waren die Musikanten im Keller der Schule, dem Radfahrer-Vereinsheim, der Glaserei Isele, der Kleinturnhalle in der Siedepfanne, wo sie ihr eher bescheidenes musikalisches Repertoire probten. Erst 1974/75 endete die Odyssee nach einem Probelokal, als der Zunft die Hälfte des Bohrhauses am Sportplatz zugesprochen wurde. Die „Zügler“ unterstützten tatkräftig den Ausbau dieses Vereinsheims "Zum alten Bohrturm" und hatten damit ihre Bleibe. Das erste Outfit dieser Zunfttruppe verriet ihre finanziell beengte Geburt. Sicherlich hat man der Beschaffung von Instrumenten Priorität eingeräumt und gab sich so anfänglich mit einem blauen, später dann roten Fuhrmannskittel (Stachihemd), einer schwarzen Pelzmütze und schwarzen Kniebundhose zufrieden.

Schon 1972 aber präsentierte sich der Fanfarenzug in prächtiger Landsknecht Uniform. Nach regem Gebrauch allmählich in die Jahre gekommen, wurde die Kluft 1995 zum zweiten Mal, bunter und schmucker, erneuert. Einher ging die stete Verbesserung der musikalischen Darbietungen. Jährlich bis zu 60 Übungstermine, Auftritte bei städtischen Anlässen, die Teilnahme an Treffen befreundeter Zünfte und eine instrumentale Verbreiterung hoben das klangliche Niveau der musikalischen Aufführungen. Längst braucht man den Leistungsvergleich mit anderen Fanfarenzügen der Region nicht mehr zu scheuen.

Nach 10 Jahren, also 1978, waren es schon 30 Bläser und Trommler. Heute sind es knapp über 40, nachdem man 1983, zum 15-jährigen Jubiläum, die Öffentlichkeit mit einer "gemischten Band" überraschte. Der Fanfarenzug hatte - zu seinem Vorteil - die Emanzipationshürde überwunden. Die personellen Veränderungen in der Führung des heute über 40-jährigen Fanfarenzugs hatten meist berufliche Gründe. So lösten 1971 bzw. 1973 Jürgen Singler und Heinz Schäfer die beiden Männer der ersten Stunde ab und übernahmen die Gruppen- und musikalische Leitung. Ab 1978, leitete Werner Zecha, über 20 Jahre, die Geschicke des Fanfarenzugs. Nach ihm übernahm Frank Blom, ab April 2004, die Leitung des Fanfarenzuges, bis er dann im Oktober 2007, aus privaten Gründen, das Amt des Fanfarenzugleiters an Uwe Rosenthal übergab. Mittlerweile ging 2009 die Leitung der Gruppe an Michael Terner über. Als letztes Gründungsmitglied hat Klaus Nenning die Truppe 2008, nach 40 Jahren, verlassen. Der Taktstock wurde in diesen Jahren öfters weitergereicht. Peter Fuchs, Andreas Daniel, Nino Farranda, Andreas Rosenthal sowie Klaus Rauch mit Michael Daum als sein Stellvertreter gaben nacheinander den Ton an, bis nach nahezu 20 jähriger musikalischer Leitung Klaus Rauch das Zepter an seine Nachfolger Dirk Daniel und Lucian Götz weitergab. Heute sind damit Dirk Daniel und Tamara Kroll die Tambourmajore (musikalische Leiter).

Nicht nur der Spaß an Pauken und Trompeten führt sie zusammen. Gemeinsam erlebte Urlaubstage sind längst Usus in dieser Kameradschaft. So wurden in den letzten Jahren das Ötztal, das Rheinland und selbst mediterrane Gefilde, wie Mallorca, Malta und Tunesien von dem unternehmenslustigen Völkchen heimgesucht. Die Gründungsfeste des Fanfarenzuges zum 10, 15, 20, 30, 40, 45 und 50-jährigen Bestehen waren Höhepunkte in der Vereinsgeschichte der Zunft. Die Besucherzahlen zeugten von der Akzeptanz dieser Truppe bei Dürrheim's Bürgerinnen und Bürger, die Vielzahl befreundeter, renomierter Gastzünfte und- züge von Beliebtheit nicht nur in der schwäbisch-alemannischen Vereinigung.


Kontakt:
Leitung Fanfarenzug
Michael Terner

Musikalische Leitung Fanfarenzug
Dirk Daniel

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